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Empfang im Hans-Bredow Institut für Medienforschung © jaf e.V.
Hans-Bredow-Institut ist 60 Jahre alt


Hans-Bredow-Institut für Medienforschung feierte seinen Geburtstag

Über 150 Gästen feierten den 60. Geburtstag. Das Geschenk zum Jubiläum fiel üppig: Die Wissenschaftsbehörde unterstützt den Ausbau des Hans-Bredow-Instituts.


Das Jubiläum fällt in eine Phase der grundlegenden Umstellung seiner Forschungsorganisation: Das Institut wird in den nächsten Jahren seine Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Transfer und Service schrittweise ausbauen.

"Mittelfristige Zielperspektive ist eine Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft. Hiermit wird eine Anregung des jüngsten Gutachtens des Wissenschaftsrats zur Lage der Medien- und Kommunikationswissen- schaften aufgegriffen", erklären Uwe Hasebrink und Wolfgang Schulz, die Direktoren des Hans-Bredow-Instituts. Dies setze voraus, dass die bereits mit dem aktuellen Haushalt gestiegene staatliche Zuwendung durch die Wissenschaftsbehörde weiter erhöht wird und die anderen Geldgeber dem Institut auch künftig treu zur Seite stehen.

Herlind Gundelach, Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Hamburg: "Das Hans-Bredow-Institut ist in seiner Art einzigartig in Deutschland und unverzichtbar für die Orientierung in der Mediengesellschaft. Die schnelle Entwicklung im Bereich der Medien führt dazu, dass das Institut von Wissenschaftlern und Praktikern in Deutschland und im Ausland zunehmend in Anspruch genommen wird.

Die eingeleitete Entwicklung zu einem nationalen Zentrum der Medien- und Kommunikationsforschung unterstützt die Freie und Hansestadt mit Nachdruck. Für Hamburg als traditioneller Medienstadt ist der 60. Geburtstag ein besonderer Anlass, um allen ehemaligen und heute aktiv Beteiligten herzlich für ihre exzellente Arbeit zu danken. Das Hans-Bredow-Institut gibt der Medienforschung ein markantes Gesicht, weit über die Grenzen Hamburgs hinaus."

Universitätspräsident Dieter Lenzen betonte in seiner Gratulation die Rolle des Instituts bei der Vernetzung der Medienforschung in Hamburg sowie auf nationaler und internationaler Ebene. "Das Hans-Bredow-Institut ist zusammen mit der Universität Gründer des Research Center for Media und Communication (RCMC), dessen Graduate School in der Landesexzellenzinitiative ausgezeichnet wurde", so Lenzen.

NDR-Intendant Marmor unterstrich besonders den Praxisbezug der Forschungstätigkeit: "Forschung dient dem Austausch zwischen Theorie und Praxis, zwischen Wissenschaft und Redaktion. Sie hilft uns in den Redaktionen, die Metaebene im Blick zu behalten. Wissenschaftliche Forschung ermöglicht den Blick über den Tellerrand, sie hilft, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen und schärft den Blick für größere Zusammenhänge. Der NDR schätzt die Kompetenz, den fachlichen Rat und den kritischen Dialog mit dem Hans-Bredow-Institut."

Interdisziplinäre und internationale Ausrichtung: EU-Projekte und China

Bereits 1999 hat der Wissenschaftsrat das hohe Niveau der Forschung des Hans-Bredow-Instituts hervorgehoben und es zu den renommiertesten Fachinstituten Deutschlands gezählt, 2007 hat der Rat erneut die besondere Stellung des Instituts betont. "In seiner Forschung verbindet das Institut verschiedene wissenschaftliche Disziplinen, vor allem die empirisch fundierte Sozialwissenschaft und eine auf Regulierungsprozesse ausgerichtete Rechtswissenschaft.

Die Verbindung dieser beiden Perspektiven ist eine der Besonderheiten, die das Institut gegenüber anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland und Europa auszeichnen", erläutert Institutsdirektor Uwe Hasebrink. "Kooperationsprojekte auf europäischer und globaler Ebene, etwa mit China, und die internationale Vernetzung genießen in der Arbeit des Instituts hohe Priorität", ergänzt sein Direktoriumskollege Wolfgang Schulz anlässlich der Präsentation des neuen Forschungsberichts.

So wird das Institut gemeinsam mit der Universität in diesem Jahr auch Gastgeber der wichtigsten europäischen Konferenz für Kommunikations- und Medienwissenschaft sein: Die "European Communication Conference" mit rund 1000 Teilnehmern findet vom 12. bis 15. Oktober 2010 in Hamburg statt.

1950 wurde das Institut vom damaligen NWDR und der Universität Hamburg als eigenständige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet, um "die wissenschaftliche Forschung der Probleme des Rundfunks und des Fernsehens zu fördern". Hauptziel der Forschung des Instituts ist es, die Rolle der Medien – der traditionellen, aber auch der jeweils neuen – zu verstehen, neue Entwicklungen und die mit ihnen verbundenen Chancen und Risiken abzuschätzen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Das Institut leistet damit einen Beitrag zur kontinuierlichen Beobachtung und Reflexion der kommunikativen Grundlagen der Gesellschaft.
www.hans-bredow-institut.de (Hans-Bredow-Institut)

(27.09.2010 12:03)

  • Hans Bredow Institut
    Hans-Bredow-Institut
    Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
    Heimhuder Straße 21, 20148 Hamburg
    (+49)40 - 45 02 17-0
 

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