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Indiefilmtalk: ein Podcast über die Welt des Filmemachens

Der Berliner Podcast "Indiefilmtalk" gibt Einblicke in die Filmwelt und spricht mit Menschen aus der Filmbranche. Auf www.indiefilmtalk.de können Interessierte in regelmäßigen Abständen die neuen Podcastfolgen und Wissenswertes zum Filmemachen finden. Wir haben mit Yugen Yah über sein Projekt gesprochen, er selbst arbeitet als freischaffender Regisseu und Produzent.

Worum geht es beim Podcast Indiefilmtalk?

Der Indiefilmtalk Podcast ist ein Talkformat aus der deutschsprachigen Filmszene von Filmschaffende für Filmschaffende und Filminteressierte. Die Idee ist hierbei, unverblümt und locker über das Filmemachen, Produzieren, Regieführen, Drehbuchschreiben etc. zu reden, um so ehrlich über gute, wie auch schlechte Themen aus der Filmbranche zu sprechen.

Wie ist er entstanden?

Wir fanden es immer wichtig, im Austausch mit anderen Filmemachern zu sein. Natürlich gibt es neben den befreundeten Filmschaffenden Branchentreffs wie Workshops oder Filmfestivals, wo man sich trifft und austauscht. Aber wenn diese gerade nicht anstehen oder man projektbedingt keine Zeit hat, diese wahrzunehmen, ist manchmal schwierig für uns gewesen, neuen Input von Gleichgesinnten zu erhalten. Zusätzlich denken wir, dass sich die deutschsprachige Filmlandschaft nur gemeinsam weiterentwickeln kann, wenn wir voneinander lernen. Deshalb haben wir die Seite „Indiefilmtalk“ und den Podast „Indiefilmtalk-Podcast“ vor nun fast zwei Jahren gestartet.

Wer steckt hinter dem Podcast?

Der Gründer des Indiefilmtalks ist Yugen Yah (Regisseur). Er hat vor fünf Jahren sein Filmstudium bei der SAE in Berlin beendet und arbeitet seitdem als freischaffender Regisseur/Produzent an seinen eigenen Kurzfilmen und an verschiedenen Werbefilmproduktionen. Hinzu kommt die Theaterwissenschaftlerin Susanne Braun, welche an mehreren Filmen als Regieassistentin gearbeitet hat und als Moderatorin an großen Filmfestivals wie dem Max Ophüls oder dem Interfilm in Berlin arbeitet.

Worüber und mit wem sprecht ihr in euren Podcasts?

In dem Podcast reden wir über alle Themen, die für Filmschaffende interessant sein können und wollen so einen guten Überblick über die junge deutschsprachige Filmszene geben. So reden wir über alternative Möglichkeiten der Filmauswertung, Ideen zum richtigen Einreichen von Filmen bei Filmfestivals, das Arbeiten in einem Kollektiv oder einfach nur über das Prokrastinieren in der Kreativebranche. So vielseitig wie die Filmszene in Deutschland ist, so vielseitig sind auch die Themen des Indiefilmtalks. Die Gäste kommen alle aus der Filmbranche und sind Regisseure, Produzentinnen, Schauspieler, Komponistinnen, Filmwissenschaftler etc., die bereits an verschiedenen Projekten gearbeitet haben.

Warum habt ihr den Podcast gestartet?

Wir haben gemerkt, dass der Wunsch von vielen Filmschaffenden aus unserem Umfeld bestand, sich mehr mit anderen Filmschaffenden außerhalb der eigenen Filterblase auszutauschen. Viele haben in deutschsprachigen Ländern das Gefühl, dass die Filmbranche recht verschlossen ist, da Filme meist erst besprochen werden, wenn sie fertig produziert wurden. Dies resultiert oft eher in ein Gespräch, wo das Vermarkten des Projektes im Vordergrund steht. Hier wollten wir mit dem Indiefilmtalk-Podcast ein Format schaffen, welches Gutes wie Schlechtes aus unserer Branche thematisiert und dafür sorgt, dass wir alle den Filmmarkt und den kreativen Umgang mit dem Medium Film besser verstehen und so gemeinsam wachsen können. Zusätzlich wollten wir mit dem Podcast neben Filmfestivals und Branchentreffs Filmschaffenden die Möglichkeit geben, voneinander zu lernen und neue Impulse aus den Talks für die eigenen Projekte mitzunehmen.

Was kann so eine Art Podcast leisten, was traditionelle Medien vielleicht nicht können?

Der Vorteil eines solchen Podcasts ist zum einen die Nähe, die man zu den Sprechenden herstellen kann. Man bekommt schnell das Gefühl, in einem Gespräch mit engvertrauten Freunden zu sein. Zusätzlich ist der Vorteil zu anderen Medien die Möglichkeit, diesen passiv konsumieren zu können. Dies bedeutet, dass man nicht an Ort oder Zeit gebunden ist wie bei einem Video. Man kann die Folgen des Indiefilmtalk-Podcasts mit jedem Computer, Smartphone oder Tablet über iTunes, Spotify, jeder Podcast App oder über die Webseite von überall und wann man möchte hören und dabei anderen Aufgaben nachgehen.

Inwiefern setzt ihr euch mit eurem Podcast für die Nachwuchsfilmszene ein?

Der Podcast soll auch jungen Filmemachern oder angehenden Filmemacherinnen die Lust am Filmemachen und dem damit verbundenen kreativen Umgang mit dem Medium geben. Die Gespräche aus der Szene zeigen, dass es verschiedene Wege gibt, in Deutschland Filme zu realisieren und es zwar nicht den klassischen Weg gibt, aber viele Wege zum erstrebten Ziel führen können. Zusätzlich geben wir mit dem Podcast einen Blick hinter die Kulissen der Filmszene in Deutschland.

Was sind eure Pläne für 2019?

Alles können wir noch nicht verraten. Aber natürlich bereiten wir gerade die neue Staffel des Indiefilmtalk-Podcasts vor, die Ende Februar mit interessanten neuen Themen beginnt und schauen, ob wir noch ein visuelles Format für dieses Jahr umsetzen können. Für alle, die auch sehr gerne lesen, kann ich aber unbedingt unseren neuen „Neuigkeitenbereich“ der Webseite empfehlen, bei dem wir in 2019 regelmäßig sehr viele Themen wie „Das richtige Pitchen“, „Die Drehbücher der nominierten Oscarfilme zum Downloaden und Studieren“ oder das spannende Thema „Storytelling über die Wahl des Seitenverhältnisses“ hochladen werden. Also bleibt gespannt. Achja und wir sind immer froh über Themenvorschläge oder Wünsche.

Kann man sich als Gast in euren Sendungen vorschlagen?

Wir freuen uns immer auf Gäste in unserer Show. Also wenn einer ein Thema ansprechen will oder ein Thema hat, welches ihn selbst umtreibt und es gemeinsam mit uns ergründen möchte oder gerade an einem Projekt arbeitet, bei dem er denkt, dass daraus ein interessantes Thema entstehen kann, würden wir uns sehr freuen, gemeinsam darüber zu sinnieren und zu sprechen.

Vielen Dank für das Interview!