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Jugendliche fotografieren sich vor dem Hafen © GWA St. Pauli | Gesa Becher

Dieter Backe Preis für Yalla - Rein in die Stadt

In diesem Jahr geht der Dieter Baacke Preis gleich mehrfach nach Hamburg.

Ausgezeichnet in der Katagorie Interkulturelle und internationale Projekte wurde: "Yalla - Rein in die Stadt" von GWA St. Pauli e.V., Hamburg.

Projektbeschreibung:

Durch Blankenese radeln, Kulturcafés und Parks entdecken, Fitness draußen oder ein Besuch im Rathaus: Neu Zugewanderte erstellen kurze informative Videoclips über Angebote und Orte in Hamburg, die das Ankommen in der Stadt erleichtern sollen. Sie verstehen sich als mobile Reporter, die ihre Videos auf der Webseite veröffentlichen und über Social Media verbreiten. Das Projekt bietet dazu fein abgestimmte Workshops für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Die Teilnehmer*innen erhalten Gelegenheit, sich via Medienarbeit die Stadt anzueignen und dabei aktiv mit anderen in Kontakt zu treten. Ein niederschwelliges Modell, das zeigt, wie sich Integration und Medienarbeit im Lokalraum Stadt verbinden lassen.

Aus der Laudatio:

"Yalla ist ein Projekt des Medienzentrums St. Pauli im Kölibri. Der Journalist Mohammed Ghunaim sorgt mit Redaktionstreffen und Schulklassen-Workshops regelmäßig für neue Inhalte, die dann auf der Yalla-Website sowie bei YouTube, Instagram und Facebook veröffentlicht werden. Zusätzliche Offline- Angebote wie der Yalla-Caravan, die Yalla-Partys und eine multimediale City Challenge beleben das aktive und abwechslungsreiche Projekt. Zudem versteht sich Yalla als eine „Jugendgruppe, die sich sozial engagiert, sich gegenseitig empowert“ und die neuen Interessierten stets offen steht. 

In der Jury waren wir begeistert vom multikulturellen Ansatz, mit dem sich die Teilnehmenden ihre neue Heimat erschlossen. Das Konzept der Sozialraumaneignung wird hier herausragend umgesetzt, denn die Jugendlichen erobern nicht nur die Stadt, sondern auch das Social Web. Die so entstehenden Ergebnisse sind kreativ und ansprechend aufbereitet, sie sind unangestrengt und unterhaltsam produziert und transportieren eine erfrischende Leichtigkeit. Die jungen Geflüchteten, die sich hier einbringen, erfahren ihre Selbstwirksamkeit und übertragen zeitgemäße popkulturelle Muster in die Medienproduktionen. So ist Yalla nicht nur ein gelungenes Peer2Peer-Projekt, sondern auch ein praktisches Online-Serviceangebot, das konkrete Hilfestellungen liefert und dadurch das Potenzial von medienpädagogischen Projekten aufzeigt."